Aktuelle Veranstaltungen

Auf diesen Seiten finden Sie Hinweise zu Lehrgängen und Veranstaltungen, die für den Waldbesitzer interessant sein könnten.

Informieren Sie uns

Sie planen einen Brennholztag, einen Lehrgang, eine Informationsveranstaltung?

Die Veranstaltung könnte für unsere Mitglieder interessant sein?

Dann teilen Sie es uns bitte die Details mit.

Problematik Trockenheit und Sturmholz

Vorbemerkung:

Die andauernde Trockenheit trifft derzeit die Forstwirtschaft ebenso hart wie die Landwirtschaft. Zu dem wirken sich die Folgen der Stürme Xavier im Herbst 2017 sowie Friederike im Frühjahr 2018 nach wie vor mit Nachdruck auf den Holzmarkt aus.

Die Förster Herr Bodtke und Herr Prüser sind nach wie vor voll ausgelastet, bitte nehmen sie bei Bedarf wenn möglich per Email, Fax oder auch schriftlich Kontakt auf. Natürlich sind die Förster auch meist über Handy zu erreichen, allerdings führt auch jeder Anruf zu einer Unterbrechung der Tätigkeit. Die schriftliche Bitte um Rückmeldung egal ob elektronisch oder althergebracht ermöglicht den Förstern, ihre Routen und Einsatzgebiete für den Außendienst besser und effizienter zu planen, letztlich profitieren wir alle davon.


Die wichtigsten aktuellen Informationen möchten wir ihnen im Folgenden kurz darstellen.

Wichtig: Borkenkäferbefall - bitte kontrollieren sie ihre Fichtenbestände

Die anhaltende Trockenheit schwächt ganz besonders Fichtenbestände, insbesondere Reinbestände und Kleinflächen im Alleinstand. Hinzukommend verstärkt das Wetter die Vermehrung des Borkenkäfers. Bitte kontrollieren sie ihre Bestände, Fraßlöcher in der Rinde, braune Nadeln oder auch Bohrmehl am Stamm oder Stammfuß sind eindeutige Anzeichen.

Sofern sie selbst im Forst tätig sind sollten sie die befallenen Bäume schnellstmöglich fällen, alle Stammteile aus dem Bestand entfernen und Reisig nach Möglichkeit auf den Gassen ablegen. Da die Forstunternehmer nach wie vor stark ausgelastet sind, ist es den Förstern nicht möglich, alle betroffenen Bestände sofort in Angriff zu nehmen. Auch hier gilt: Bitte informieren sie die Revierförster nach Möglichkeit per Email oder schriftlich.

Nadelholzmarkt, Einschlagstopp:

Insbesondere durch die Auswirkungen des Frühjahrssturm Friederike fallen wesentlich größere Holzmengen in den Nadelholzsortimenten an, als erwartet. Dadurch ist der Markt so stark gesättigt, dass die Preise für Nadelholzsortimente derzeit im freien Fall sind.

Die Abnahmegesellschaft Waldkonsulting GmbH hat einen Einschlagstopp für die Nadelholzsortimente ausgerufen und nimmt derzeit nur noch Holz nach vorheriger Rücksprache an. Es soll eine Abnahme des Käferholzes gewährleistet werden, hier zeigt sich, dass die Handelspartner der Sägeindustrie auf Grund der Jahre der guten Zusammenarbeit gewillt sind, über den Bedarf hinaus zwingend anfallende Holzmengen anzukaufen.

Auf Grund dieser Marktlage müssen Durchforstungen in Fichte und Kiefer derzeit zurück gestellt werden, sofern sie nicht durch Schädlingsbefall zwingend notwendig sind.

Der Absatz der Sägewerk ist weiterhin gut, sodass wir mittelfristig wieder mit einer Besserung der Marktlage rechnen.

Laubholzmarkt, hohe Nachfrage:

Im Gegensatz zum Nadelholzmarkt ist die Nachfrage nach frischem Buchenholz hoch, die Nachfrage nach Eiche sogar sehr hoch, wobei sich dies auch weiterhin positiv auf die Preislage auswirkt. Es bietet sich an, jetzt über den Einschlag in den Buchen- und Eichenbeständen nachzudenken und diesen in Angriff zu nehmen, gerade bei Eiche ist auch Holz von weniger guter Qualität gut absetzbar. Zur Preisorientierung nutzen sie bitte auch die Internetseite der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Waldbrandgefahr, Waldbrandversicherung, Mitgliedschaft

Nach wie vor besteht hohe bis höchste Waldbrandgefahr in weiten Teilen Norddeutschlands. Glücklicherweise kam es nach aktuellem Kenntnisstand im Bereich der FBG Nienburg noch zu keinen Waldbränden mit auffallend hohem Schadensausmaß.

Leider ist immer wieder zu beobachten, dass Leute im Wald rauchen, im Wald oder in der Nähe von Wäldern Lagerfeuer, Grills, Fackeln oder andere Kleinstfeuer entzündet werden. Bitte scheuen sie sich nicht, Personen auf die Problematik anzusprechen.

Auch an dieser Stelle der Hinweis an Nichtmitglieder: Die FBG bietet über die Waldbrandversicherung finanziellen Schutz vor Waldbränden, hinzu kommt, dass eine Sturmversicherung ebenfalls in Planung ist. Durch eine hohe Zahl an Flächen und Mitglieder können wir mit der entsprechenden Versicherung faire Preise verhandeln.

Bezirksförsterei Steimbke

Wie die Mitglieder bereits erfahren haben, wurde FI Martin Spletter in Steimbke durch FI Arne Prüser abgelöst. Martin Spletter sowie seine Ehefrau konnten sich durch glückliche Fügung in der Revierverteilung seitens der LWK wie auch der Landesforsten nahe der Heimat in Südniedersachsen niederlassen. Wir bedanken uns bei Martin Spletter ganz herzlich für die tolle Zusammenarbeit und wünschen ihm und seiner Familie alles erdenklich Gute für die Zukunft. Wir freuen uns, als Nachfolger Arne Prüser herzlich begrüßen zu dürfen und hoffen, ihn mindestens für einige Jahre in Diensten der Bezirksförsterei Steimbke halten zu können. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.

Neue Förderrichtlinie in Kürze

Bitte beachten sie, dass sich die geltende Waldbaurichtlinie, d.h. die Richtlinie zur Förderung waldbaulicher Maßnahmen zum 01.05.2018 erneut geändert hat.

Wichtige Bestandteile sind der Wegfall der alten Einteilung in Baumartgruppen und die Einführung der Förderfähigkeit der Bestandespflege.

Bestandespflege bezieht sich auf Jungbestände mit 2 – 8 Meter Oberhöhe der Hauptbaumart.

Wir appellieren erneut, für die eigenen Flächen mögliche Fördergelder in Anspruch zu nehmen. Die Ausschöpfung der entsprechenden Haushaltsmittel werden in der Politik werden kritisch geprüft, nicht ausgeschöpfte Haushalte werden für Folgejahre gekürzt.


Übersicht bietet auch hier die Internetseite der LWK über folgenden Link:


https://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/5/nav/18/article/31889.html

Exkursion der FBG Leine-Weser

Am 26.10.2017 fand eine Exkursion der FBG Leine-Weser statt. Nach einer Besichtigung von Waldbeständen der Landesforsten im Revier Harbergen folgte ein Besuch bei der Schlesselmann GmbH in Asendorf, wo der gesamte Arbeitsgang vom Palettenabschnitt bis zur fertigen Palette besichtigt werden konnte.
 
Den vollständigen Artikel können Sie hier abrufen.

Holzmarkt:

Die Holzvermarktung läuft zum überwiegenden Teil über die Waldkonsulting GmbH als Geschäftszweig des Forstwirtschaftlichen Zusammenschluss (FWZ) Hohe Heide, dem die FBG Nienburg über die Mitgliedschaft in der FBG Leine-Weser auch angehört.

Die Abwicklung gestaltet sich zügig und unkompliziert.

Inzwischen werden neben dem Absatz der bekannten Nadelholzsortimente auch Märkte für qualitativ weniger gutes Laubholz erschlossen. Der Markt für höherwertige Laubholzsortimente hat sich zu dem positiv entwickelt, insbesondere die Nachfrage nach starkem Eichenholz ist nach wie vor hoch, auch wenn es sich um Stämme mit Ästen oder wenigen geraden Anteilen handelt.

Wichtig:

Die Sägeindustrie richtet sich mehr und mehr darauf aus, schwaches bis mittelstarkes Holz in schnellen Abläufen einzuschneiden und zu verarbeiten. Die Nachfrage nach besonders starkem Holz sinkt aus dem Grunde eher. Es ist tatsächlich, insbesondere beim Nadelholz, in denen nächsten Jahren damit zu rechnen, dass Holz mit einem Brusthöhendurchmesser (BHD) über 50 cm zu Preisabschlägen führen wird.

An dieser Stelle bereits ein wichtiger Hinweis:

Die FBG benötigt als rechtsfähiger Verein Gelder, um anfallende Kosten zu tragen. Ein hoher Teil der eingenommenen Gebühren fließt durch die Beraterverträge an die Landwirtschaftskammer, die dadurch zum Teil die Gehälter der Förster zahlt. Auch die Abwicklung der Holzgeschäfte und die Buchführung werden kostenpflichtig durch professionelle Stellen erledigt, in der heutigen Zeit ist das nicht mehr ehrenamtlich möglich.

Die FBGen sind die Zusammenschlüsse der Waldbesitzer, die an allererster Stelle von diesen Gebühren profitieren.

Holzpreise:

Die Preise für die gängigen Sortimente können sie jederzeit aktuell auf der Internetseite der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachen (www.lwk-niedersachsen.de), dort unter der Rubrik Forstwirtschaft-Wald und Holz – Holzmarkt

https://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/forstwirtschaft/nav/292.html

einsehen.

Die Preise beziehen sich zum Teil auf Raummeter (RM) und zum Teil auf Festmeter (FM). 1 FM ist die reine Holzmasse, RM bezieht sich auf geschichtetes Holz, 1 FM entspricht etwa 1,5 – 1,6 RM.

Hier muss folgendes beachtet werden:

Es handelt sich um die Marktpreise der Holzsortimente. In der Regel muss jeder Waldbesitzer zum einen den Lohn des Einschlagsunternehmens (12 -13 Euro je RM bzw. 20 Euro je FM), die Gebühren der LWK (1-2 Euro je RM/FM) und die Gebühren für die FBG (1-2 Euro je RM/FM).

Beispielrechnung:

  1. In Ihrem Wald werden 4m lange Abschnitte zum Marktpreis von 60 Euro je FM ausgehalten. Abzüglich eines Unternehmerlohnes von 20 Euro je FM und Gebühren für LWK und FBG von je 1,5 Euro je FM erhalten sie als Waldbesitzer 37 Euro je FM ausgezahlt.
  2. Als zweites Sortiment wird OSB-Holz zum Preis von 22 Euro je RM ausgehalten. Für den Unternehmer werden 13 Euro je RM, für LWK und FBG je 1,5 Euro abgezogen, sie erhalten auch für das qualitativ eher schwächere Holz noch 6 Euro je RM.

Wichtig:

Alle Unternehmer, mit denen wir zusammenarbeiten sind schon aus ihrem Selbstverständnis heraus immer bestrebt, mit dem vorgefundenen Holz für sie den höchsten Erlös zu erzielen. Sie müssen zertifiziert sein und damit unter anderem soziale Standards (z. B. Einhaltung des Mindestlohnes) und naturfreundliche Standards (z. B. Verwendung von Bioölen) einhalten.

Wir als FBG sind zu dem bestrebt, allen Unternehmern faire Entgelte zu zahlen. Preisdumping, wie es zum Teil durch andere Stellen durch die sogenannte Ausschreibungspraxis betrieben wird, kommt für die FBG Nienburg nicht in Frage. Eine einwandfreie Holzernte nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit, hat absoluten Vorrang. Ein Unternehmer, der Holz für 10 Euro je RM/ 15 Euro je FM oder weniger bereitstellen soll, ist gezwungen auf gleicher Fläche mehr zu ernten als dem Wald gut tut und schneller zu arbeiten als es dem Mitarbeiter langfristig leisten kann. Bereits in einigen Jahren wird sich der Mehrpreis wieder bezahlt machen!

Stockkaufvertrag:

Seit einigen Jahren wird der Holzeinschlag durch die beratenden Förster per Stockkaufvertrag geplant. Das bedeutet, der zuständige Förster wird mit ihnen die anstehende/n Fläche/n ansprechen und die Einschlagsmengen in etwa einplanen. Dazu nutzt der Förster bereits im Vorfeld die Daten, die ihm die vor wenigen Jahren durchgeführte Waldinventur geliefert hat. Auf der Basis dieser Daten lässt sich recht genau errechnen, welche Baumarten beerntet werden müssten und welche Mengen geerntet werden dürften.

Auch die anfallenden Sortimentsmengen kann der Förster grob errechnen.

Im Stockkaufvertrag werden diese Mengen nun eingetragen. Zu dem trägt der Förster die Auszahlungsbeträge für die einzelnen Sortimente ein, d.h. sie sehen sofort, welche Preise sie ausgezahlt bekommen. Gebühren für Unternehmer und Dienstleister sind bereits abgezogen.

Ein solcher Stockkaufvertrag ist natürlich Vertrauenssache. Sie bekommen natürlich am Ende, wenn das Holz aufgemessen ist, die Abrechnung über die tatsächlich angefallenen Holzmengen.

Der Vorteil für Sie als Waldbesitzer ist, dass keine Mehrwertsteuer auf die Holzerntekosten anfällt.

Warnung vor unseriösen Unternehmen:

Nach wie vor sind sie auch im Bereich der Waldwirtschaft nicht vor unseriösen Unternehmern und unseriösen Praktiken geschützt. Immer wieder schaffen es Einschlagsunternehmen mit rhetorischem Geschick dem Waldbesitzer besonders lukrative Durchforstungen nahe zu legen. Seien sie wachsam und bedenken sie, dass Waldwirtschaft über viele Generationen hinweg funktioniert. Die Folgen für ihren Wald, gerade im Hinblick auf die Zukunft, zeigen ihnen diese Unternehmer nicht auf. Seien sie misstrauisch und erkundigen sie sich grundsätzlich immer beim zuständigen Förster oder den Vorstandsmitgliedern der FBG. Bedenken sie auch gesetzliche Verpflichtungen, übermäßige und unkontrollierte Holzeinschläge können in der heutigen Zeit auch ungeahnte Rechtsfolgen nach sich ziehen.

Klimawandel – Klimaschutz durch Forstwirtschaft

Nachhaltige Forstwirtschaft ist Klimaschutz. Während alle Welt versucht, durch viele kreative Kleinigkeiten geringste Mengen des Treibhausgases CO2 einzusparen, haben wir Waldbesitzer die besten Möglichkeiten, maßgeblich zur Reduzierung des CO2-Gehalts in der Luft beizutragen.

Wie wir wissen, betreiben alle grünen Pflanzen für ihr Wachstum Photosynthese. Sie entziehen der Luft CO2 und wandeln dies durch Nutzung des Sonnenlichts und des Wassers in Kohlenstoff und Sauerstoff um. Der Kohlenstoff wird eingelagert, es bildet die Hauptsubstanz des Holzes, der Sauerstoff wird freigesetzt.

Wird das Holz stofflich genutzt, also nicht verbrannt oder kompostiert, bleibt der Kohlenstoff über viele Jahre gebunden.

Der größte Teil des Holzes, das in unseren Wäldern geerntet wird, wird stofflich genutzt, vom Papier über die Span- und OSB-Platte bis zum neuen Dachstuhl oder Möbelstück. Brennholz und Hackgut bleiben eine Nischennutzung und sollten dies auch.

Jede Durchforstung regt den verbleibenden Bestand zu weiterem Wachstum an und schafft Raum für Pflanzennachwuchs, sei es durch Pflanzung oder durch natürliche Vermehrung, die sog. Naturverjüngung.

Nur ein ungenutzter Wald wird diesem Prinzip wenig Rechnung tragen. Das Wachstum der Pflanzen stagniert, schwächere Bäume sterben ab und verrotten wieder.

Wenngleich es eines gewissen Anteils von Totholz, liegend und stehend, bedarf, um eine Vielfalt der Flora und Fauna zu erhalten, kann nur zur Beforstung des Waldes geraten werden.